Als stationäre Einrichtung der Jugendauslandhilfe beinhaltet unsere Arbeit einen Hochstrukturierten Alltag mit Übernahme von Verpflichtungen z.B. im Haushalt, Bestreiten eines Beschulungsprogramms, gezielte und geplante Freizeitgestaltung mit erlebnispädagogischen Elementen.


Es ist uns wichtig, festzuhalten, daß unsere Jugendlichen nicht in erster Linie in unser Projekt kommt, weil er „schwierig“ oder „schwer erziehbar“ ist, sondern weil das soziale Umfeld bzw. die Sozialsysteme am Heimatort unzulänglich sind.


Ein Auslandsprojekt schafft Distanz und ist häufig damit ein adäquates Mittel, defizitäre Sozialsysteme, die auch mit externer am Heimatort geleisteten Hilfe nicht mehr funktionieren und schaden, dem Juegendliche die Möglichkeit eines Neuanfangs zu bieten.


Abgeschiedenheit ist so in Deutschland kaum noch auffindbar. Sprachliche Barriere schafft klar umgrenzten Sozialraum mit der entsprechenden Möglichkeit der Kontrolle und damit der im positiven verstandenen Führung des Jugendlichen.


Die Beziehung Jugendlicher – Betreuer sehen wir als eine Art Trägersubstanz für die zu vermittelnden Inhalte. Sie ist für uns aber nicht zentrales „Arbeitsinstrument“. Es ist zu bedenken, daß das Klientel entsprechende interpersonelle Erfahrungen gemacht hat, von zwischenmenschlichen Beziehungen enttäuscht ist und dem „Betreuer“, der „Betreuerin“, zumindest zunächst ablehnend gegenübersteht. 


Das Vorgehen im pädagogischen Alltag bestimmen drei Schwerpunkte:

 

- Hochstrukturierter Alltag

- Beschulung

- Projektarbeit